Auf einem Trödelmarkt sah ich eine Haus- bzw. Kellerbar, die in einer alten Holz-Bierkiste eingerichtet worden war. Inspiriert von diesem reizvollen Projekt hielt ich beim nächsten Sperrmülltermin Ausschau nach einer alten Holzkiste. Und siehe da: tatsächlich fand ich eine solche Holzkiste, allerdings eine Kiste von Konservendosen (Sardinen), wie aus dem hübschen Aufdruck hervorging. Da auch das Format dieser Kiste ganz anders war - nämlich keine besonders große Tiefe hatte - ließ sich das Hausbar-Projekt nicht gut darin unterbringen. Aber schrie diese Kiste denn nicht nach einem Krämerladen?
Also habe ich die Kiste gründlich sauber geschrubbt, anschließend mit Bienenwachsbalsam eingerieben, um die natürliche Holzfarbe frischer aussehen zu lassen, und hier und da den Boden nachgenagelt. Dann habe ich eine dünne Styroporplatte in der Größe so zugeschnitten, daß ich diese in die Kiste hineinlegen konnte - später hochkant gestellt war dies dann die Rückwand. Diese Styroporplatte konnte ich nun bequem auf dem Tisch liegend mit "Fachwerk" versehen, bevor ich sie in den Kasten eingesetzt habe. Dazu habe ich gewöhnliche Kantenumleimer aus dem Baumarkt mit Holzleim auf das Styropor geklebt (Die Kantenumleimer werden zwar normalerweise aufgebügelt, aber das kann man ja auf Styropor nicht machen). Die Zwischenräume habe ich dann mit "Strukturschnee" (von Rayher, aus dem Bastelgeschäft) ausgefüllt. Fertig eingerichtet ist es dann ein recht hübscher Krämerladen geworden.Die meisten der hier verwendeten Artikel sind auch hier bei Dies & Das erhältlich, entweder im Online-Shop oder auf Anfrage. Ich finde, dies ist ein gutes Beispiel dafür, daß man nicht immer einen aufwendigen Kasten bauen muß. Oft ist der Reiz gerade ein ungewöhnliches Gehäuse, wie z. B. ein Blumengeschäft in einem hochkant gestellten, flachen Weidenkorb oder Weidenkoffer, ein Handarbeitsgeschäft in einer aufgeschnittenen alten Holz-Nähmaschinenhaube oder ein plüschiges nostalgisches Wohnzimmer in einem alten Fernsehergehäuse usw.

